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Freundschaft

23. Oktober 2015

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„The most important thing in life is your family. There are days you love them, and others you don’t, but in the end they’re the people you always come home to. Sometimes it’s the family you’re born into, and sometimes it’s the one you make for yourself.”                                                                                                             – Sex and the City

 

Sex and the City. Ein Vorbild für starke Freundschaften. Ganz ehrlich – wer würde nicht gerne Silvester mit Carrie und Miranda vor dem Fernseher verbringen, während man Chinesisch isst?

Starke Frauen, die sich gegenseitig den Rücken stärken und die für einander durchs Feuer gehen. Frauen, die in einander vertrauen und dem anderen die Welt wünschen.

Wie wir höchstwahrscheinlich alle schon gemerkt haben, wachsen diese Freunde nicht auf Bäumen. Jeder wünscht sich diese Freundin und auf der Suche nach ihr begegnen wir vielen, die nicht an unsere Pole passen. Das klingt zu sehr nach Beziehung? Aber nichts anderes ist es – die Suche nach Seelenverwandten. Und genau wie auf der Suche nach dem Partner fürs Leben, erleben wir auch in der Freundschaft Enttäuschungen.

Viele Menschen können wir nach ein paar Begegnungen einschätzen und wissen wie groß die Rolle ist, von der wir hoffen, dass sie sie einnehmen.

Doch es gibt auch Freunde, ohne die man sich nie ein Leben vorstellen konnte, die einem jetzt fremd sind. Das ist der Lauf des Lebens – sie verändern sich, wir verändern uns. Und das ist ok. Schmerzhafter ist die Einseitigkeit, Freunde brauchen einen nicht mehr aber vergessen, dass man selbst sie gebraucht hätte. Nicht in einer besonders dramatischen Situation – einfach so. Beim DM- Einkauf oder Seriengucken. Im Endeffekt klammert man sich an die Erinnerung an die Person, in der Hoffnung dass diese noch im Inneren verborgen ist.

Natürlich spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich habe mich weiter entwickelt und während ich früher Freunde „gesammelt“ habe, weiß ich heute wen ich wirklich hinter mir stehen haben will: Kompromissbereite, gutgläubige, vertrauenswürdige Freunde. Was ich wirklich nicht mehr in meinem Leben brauche, sind egoistische Menschen. Menschen, deren Gedanken sich nur um sie selbst drehen. Bei denen man sich jede Geschichte anhören darf und selbst nie zu Wort kommt. Das sage ich nicht in bitteren Worten. Ich bin froh zu wissen, was ich will.

Es gibt für mich mehrere Menschen, in deren Gegenwart ich mich nicht wohlfühle. Wo ich nicht das Gefühl habe, richtig zu sein wie ich bin. Jemand anders sein zu müssen, damit die Person mich mag. Zu laut, zu uncool, zu erfolgreich, zu langweilig. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen. Bist du dem einen zu uncool, fühlt sich der nächste von die eingeschüchtert. Bei beidem fühle ich mich nicht wohl.

So banal es klingt:

Warum will ich mit jemandem befreundet sein, der mich dazu bringt mich in meiner eigenen Haut nicht wohl zu fühlen?

Ich habe diese Freunde, Freunde denen ich die Welt wünsche. Freunde, die mir den Rücken stärken auf dem Weg die Welt zu erobern.

Und dafür bin ich so dankbar, dass mir manchmal die Worte fehlen.

Danke.

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